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Herbert Mustermann
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Lacke

Unter dem Begriff Lacke werden alle Beschichtungen von Holzteilen gefasst, die flüssig aufgetragen werden und eine durchgehende Beschichtung ermöglichen. Sie werden zur Veredelung bzw. zum Schutz von Möbeloberflächen verwendet.

Alle Lacke bestehen aus einem Bindemittel und einem Lösemittel. Für konventionelle Lacke werden ausschließlich organische Lösemittelmittel mit einem Mengenanteil von 50 bis 75 Prozent verwendet. Sogenannte Wasser-Lacke nutzen Wasser als Lösemittel in Kombination mit 5 bis 8 Prozent organischem Lösemittel. Dies ist nötig, da das Bindemittel nicht allein im Wasser gelöst werden kann. Während des Trocknens verflüchtigt sich das Lösemittel und das Bindemittel bildet den eigentlichen Lackfilm aus. Durch besondere Hitzebehandlungen oder UV-Bestrahlungen können auch Lacke verarbeitet werden, die keine Lösemittel enthalten.

Lacke und Ihre Eigenschaften

Die im Holzbereich üblichen Lacke basieren auf den Bindemitteltypen Nitrocellulose, Polyurethan oder Acrylharzen. Alle diese Lacke entstammen der petrochemischen Industrie und müssen relativ energieintensiv hergestellt werden.

Lacke beeinflussen folgende Eigenschaften von Möbeloberflächen:

- Farbgebung und Glanzgrad
- Verbesserung der Widerstandsfähigkeit
- Struktur der Oberfläche (Haptik)
- Schutz vor Feuchtebelastungen / Wetterbeständigkeit
- UV-Beständigkeit

Gesundheitsrisiken durch Lösemittel

Die Verarbeitung der jeweiligen Lacke erfordert besondere Schutzmaßnahmen. Nur so lassen sich Lackpartikel und Lösemittel soweit wie möglich aus dem Atembereich des Verarbeiters halten. Insbesondere Polyurethane haben eine erhöhte reizende Wirkung und können zu Allergien führen.

Organische Lösemittel bergen ebenfalls erhöhte Gesundheitsrisiken. Sie treten in hoher Konzentration bei der Verarbeitung auf. Je nach Lacktyp kann die Ausdünstung der Lösemittel auch noch einige Tage nach der Verarbeitung erfolgen. Vor allem Lacke mit aromatischen Lösemitteln weisen ein erhöhtes Gesundheitsrisiko auf. Sie stehen in vielen Fällen unter Verdacht krebserregend zu wirken.

Egal, welche Lacke Sie verwenden: Jede Beschichtung von Holzteilen mit einem Lack führt zur Verringerung der Atmungsfähigkeit des Holzes. Es kann die schwankende Luftfeuchtigkeit im Raum deutlich schlechter abpuffern.

Lacke: Wasserhaltige Systeme verwenden

Sie wünschen sich eine Oberflächenbehandlung in transparenter Form? Dann können Sie anstelle von herkömmlichen Lacken in vielen Fällen Öle oder Wachse einsetzen. Dadurch bleibt das Holz in der Struktur gut erhalten. Es wird aber weniger abgedichtet.

Wenn Lacke eingesetzt werden sollen, verwenden Sie möglichst wasserhaltige Systeme. Diese enthalten deutlich weniger Lösemittel und belasten nur in geringem Umfang die Umwelt und die Gesundheit.

Generell ist der Wert einer abstimmten Bauplanung nicht hoch genug einzuschätzen. Wenn die mit Lack verarbeiteten Flächen ausreichend Zeit zum Austrocknen haben, lässt sich eine mögliche Belastung durch Lösemittel vermeiden.

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