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Herbert Mustermann

Isocyanate

Isocyanate sind sehr reaktionsfreudige Bausteine der chemischen Grundstruktur O=C=N. Sie bilden damit lange Ketten, die sogenannten Polyisocyanate. In Verbindung mit weitgehend ungiftigen Polyolen sind sie die Grundbausteine für Polyurethan-Kunststoffe.

Wo kommen Isocyanate vor?

Das Anwendungsfeld für Isocyanate ist sehr breit. Beim Innenausbau des Wohnbereiches können sie vor allem in Klebstoffen, Lacken oder Spanplatten enthalten sein. Während die Isocyanate bei Spanplatten weitestgehend zu Polyurethan ausgehärtet sind, werden sie in den anderen Anwendungsgebieten als 1- oder 2-Komponenten-Systeme verarbeitet. Die 1-Komponentensysteme kommen vor allem bei einfachen Lacken und Abdichtschäumen von Fenstern zum Einsatz. Dabei härten die Isocyanate mit Hilfe der Luftfeuchtigkeit aus. 2-Komponenten-Systeme sind Bestandteil vieler hochwertiger Lacke oder Montageschäume für Türen. Hier härten die Isocyanate gemischt mit den Polyolen als zweite Komponente zu einem festen Verbundkunststoff aus.

Welche Gesundheits-Risiken bestehen durch Isocyanate?

Isocyanate gelten als besonders reizend. Sie schädigen die Schleimhäute und die Hautoberfläche, indem sie Zellmembranen im Körper verändern und zerstören. Die Folgen können Hautallergien oder Asthma sein.

Welche Alternativen zu Isocyanaten gibt es?

Beim Lackieren und Kleben sollten Sie auf isocyanatfreie Alternativen ausweichen. Oberflächen können Sie häufig auch mit Ölen/Wachsen oder Wasserlacken behandeln. Bei Klebstoffen können Sie in vielen Fällen auch natürliche Dämmstoffe oder Weißleime einsetzen. Dort, wo es aus Auswendungsgründen erforderlich erscheint, isocyanathaltige Produkte zu verarbeiten, sollten Sie einen Fachmann zu Rate ziehen. Dieser setzt einen ausreichenden Hautschutz ein und achtet auf eine ausreichende Belüftung der Räume.

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