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Herbert Mustermann
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PCP

PCP steht für Pentachlorphenol. Bekanntheit erlangte es vor allem durch die Holzschutzmittel-Prozesse in den 1980er Jahren. PCP ist ein chlorierter Kohlenwasserstoff. Dabei handelt es sich um einen halogenorganischen Stoff mit einem Kohlenstoffring (Aromat) und jeweils fünf Chloratomen. Die Herstellung von PCP ergab häufig starke Verunreinigungen mit anderen aromatischen Kohlenwasserstoffen wie DDT.

Worin ist PCP enthalten?

PCP kam als vorbeugendes Holzschutzmittel auch in Innenbereichen zum Einsatz. Es hat eine giftige Wirkung gegen Pilze. Seit Ende der 1980er Jahre ist PCP aufgrund seiner krebserzeugenden Wirkung in Deutschland verboten. Später erging auch ein Anwendungsverbot für die gesamte EU. Aufgrund seiner hohen Beständigkeit ist es auch noch nach vielen Jahren im Baubestand nachweißbar. Neben dem Einsatz als Holzschutzmittel in Lasuren verarbeitet die Textil- und Lederindustrie teilweise heute noch PCP.

Welche Gesundheits-Risiken gehen von PCP aus?

PCP reizt stark die Schleimhäute und die Haut. Außerdem führt es zu Leberfunktionsstörungen und Nervenschädigungen. Es reichert sich im Körper an und der Organismus kann es nicht abbauen. PCP ist als krebserzeugend eingestuft.

Wie lässt sich PCP vermeiden?

Hinterfragen und überprüfen Sie beim Einkauf von Möbeln aus dem Ausland unbedingt deren Holzschutzmittelbelastung. Vor allem bei der Sanierung von Altbeständen können Sie eine Belastung mit Holzschutzmitteln nicht ausschließen. Dabei sollten Sie den Hausstaub überprüfen lassen. Ergeben sich hieraus Anhaltspunkte für eine erhöhte Belastung, helfen Oberflächenproben von dabei, die Ursache zu bestimmen. Sie sollten vor allem Tapeten, Polster, Hölzer und Teppichen überprüfen. Bei einer Belastung von mehr als 100 mg/kg empfiehlt sich in jedem Fall eine Sanierung. Entsprechend belastete Teile sollten Sie durch Fachbetriebe ausbauen und als Sondermüll entsorgen lassen. Wo das nicht möglich ist, kann der Fachmann die belasteten Teile auch sicher abdichten.

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