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Herbert Mustermann

Werterhaltung Ihrer Immobilie

Die Werterhaltung Ihrer Immobilie hängt eng mit dem Erhalt der Bausubstanz zusammen. Wie andere Gebrauchsgegenstände unterliegen auch Immobilien einem Verschleiß. Witterungseinflüsse belasten und beeinträchtigen die Gebäudehülle. Die Nutzung des Gebäudes beansprucht das Bauwerk in bauphysikalischer Hinsicht. Gleiches gilt auch im Hinblick auf mechanische Abnutzung der Immobilie.

Junger Mann hält im sommerlichen Garten Modell einer Immobilie in der Hand.

Die durchschnittliche Lebensdauer der einzelnen Bauteile eines Hauses ist sehr unterschiedlich. Bei Dachziegeln etwa beträgt sie 50 bis 80 Jahre. Regenrinnen und –fallrohre halten durchschnittlich 30 Jahre. Einen Heizkessel sollte man nach 20 Jahren austauschen. Dies gilt es für die Werterhaltung Ihrer Immobilie vorausschauend zu beachten. Durch regelmäßige Inspektion halten Sie diese Zeiträume im Auge. Regelmäßige Maßnahmen zur Instandsetzung erhalten die Bausubstanz. Kommen Sie Verschleißerscheinungen an Bauteilen zuvor, etwa durch Eindringen von Feuchtigkeit. So sorgen Sie für die Werterhaltung Ihrer Immobilie.

Werterhaltung durch Inspektion

Die Werterhaltung einer Immobilie hängt maßgeblich von einer kontinuierlich durchgeführten Instandhaltung und Instandsetzung ab. Durchregelmäßige Hausinspektionen lassen sich schleichend eintretende Schäden am Haus rechtzeitig erkennen. Deshalb sollten Eigentümer sollten ihre Immobilie alle zwei bis drei Jahre einer systematischen baulichen Inspektion unterziehen. Das verbessert die Chancen, dass Sie Probleme frühzeitig erkennen. So können nötige Maßnahmen zur Werterhaltung samt Finanzierung frei von Zeitdruck geplant werden.

Für die Werterhaltung ist hilfreich, alle fünf bis zehn Jahre einen Bauberater zur Hausinspektion hinzuzuziehen. Er entdeckt rechtzeitig auch für den Laien nicht erkennbare Schäden. Ein unabhängiger Berater kann auch Hinweise zur Dringlichkeit und Kosten von Sanierungsarbeiten geben. Dies ist eine wichtige Grundlage für die Planung der Arbeiten an Ihrer Immobilie.

Technische Einrichtungen benötigen regelmäßige Inspektionen, um ihre optimale Effizienz zu erhalten. Das gilt für Heizung, Wärmepumpe, Fotovoltaik- oder Solaranlage gleichermaßen. Der einfachste Weg dazu ist ein Wartungsvertrag mit den Installations- und Herstellerfirmen.

Werterhaltung – worauf achten?

Zur Werterhaltung sollten Sie alle zwei bis drei Jahre eine Inspektion vornehmen. Wichtig ist, dass Sie alle Gewerke Ihrer Immobilie inspizieren. Beachten Sie bei der Hausinspektion vor allem folgende Aspekte:

  • Feuchtigkeit im Mauerwerk und Dachbereich
  • feuchte Flecken an den Wänden (Hinweis auf Leitungslecks oder Mängel der Außenisolierung)
  • feuchte Fußböden
  • Salzausblühungen an den Wänden (Hinweis auf Dauerfeuchtigkeit)
  • abgeplatzter Putz an Innen- und Außenwänden (Hinweis auf Feuchtigkeit)
  • Risse im Fußboden und in den Wänden
  • undichte Kellerfenster
  • Risse in der Fassade
  • Putzabplatzungen
  • Schimmelpilz (schwarze Flecken) an den Innenseiten
  • Beschädigungen an der Wärmedämmung
  • verzogene Fenster- und Türrahmen.
  • schwergängige Beschläge
  • gerissene Fliesen oder Fugen
  • schadhafte Bodenbeläge
  • Risse im Estrich
  • verstopfte oder leckende Dachrinnen und Fallrohre
  • versottete, geschwärzte Schornsteine
  • schadhafte, undichte Dachdeckung (besonders wichtig bei Flachdach)
  • morsche Holzkonstruktionen oder Schädlingsbefall
  • undichte Anschlüsse

Im Falle von sichtbaren Veränderungen sollten Sie Rücksprache mit Fachleuten halten. Bei technischen Anlagen beachten Sie unbedingt die Vorgaben der Hersteller. So sichern Sie die langfristige Werterhaltung Ihrer Immobilie.

Rücklagen für die Immobilie

Die Werterhaltung einer Immobilie verursacht Kosten. Ein großer Teil davon lässt sich langfristig absehen, weshalb Sie Rücklagen bilden sollten. Zu Anfang sieht die Fassade eines Hauses noch wunderbar aus. Dennoch sollten Sie sich schon zu diesem Zeitpunkt Gedanken über die Zukunft machen. Was ist in 20 oder 40 Jahren? Das Dach wird marode oder Risse ziehen sich durch das Mauerwerk. Solche Horrorvorstellungen plagen jeden Immobilieneigentümer.

Schnell können sich die Folgekosten solcher Schäden auf fünf- bis sechsstellige Beträge summieren. Unabhängig von der Werterhaltung: Das will dann erst einmal finanziert sein. Um später nicht in eine Kostenfalle zu geraten, sollte bei der Rücklage für die Immobilie ein bestimmter Rahmen eingehalten werden. So empfehlen sich Rücklagen abhängig vom Alter des Gebäudes. Als Mindestbeträge gelten pro Jahr und Quadratmeter für das

  • 1. bis 5. Jahr      4,00 Euro,
  • 6. bis 10. Jahr    6,00 Euro,
  • 11. bis 15. Jahr  7,50 Euro,
  • ab dem 16. Jahr 0,00 Euro.

Eine so kalkulierte Rücklage für die Immobilie schützt vor unangenehmen finanziellen Belastungen. So finanzieren Sie die Instandhaltung der Bausubstanz und somit die Werterhaltung Ihrer Immobilie.

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